Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Fernwärmeerschließung in der Klingenbergstraße

Bauherr:
StWB Stadtwerke Brandenburg an der Havel GmbH & Co. KG
Packhofstr. 31
14776 Brandenburg an der Havel
Projektbeschreibung

1. Allgemeines
Das neu zu errichtende Fernwärmenetz für das Gebiet Brandenburg Klingenbergstraße ersetzt vorhandene Gas- und Kohlefeuerstätten der Wohnbebauung für Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung durch den Energieträger Fernwärme.
Über die geplante Trassenanbindung soll das neue Fernwärmenetz an das Fernwärmeversorgungsnetz der Umformstation U-Nord angeschlossen werden. Das Fernwärmeversorgungsnetz der U-Nord wird wiederum aus dem HKW sowie dem BHKW inder U-Nord gespeist.

Die Hauptleitung wird in DN 150 ausgelegt um eine eventuelle, spätere Abwärmenutzung aus dem Elektro-Stahlwerk in den bestehenden Fernwärmeversorgungssystemen der StWB zu ermöglichen.

Zur Strukturierung im Bauablauf wurde das Fernwärmenetz in verschiedene Bauabschnitte aufgeteilt.

Dafür sind die Netzknotenpunkte KP in den einzelnen Bauabschnitten gekennzeichnet und für die Unterteilung in
  • Fernwärme – Haupttrassen
  • Fernwärme – Verteiltrassen
  • Fernwärme – Hausanschlusstrassen
strukturiert.

Für die Trassenführung werden die öffentlichen Flächen sowie die Flächen der Anschlussnehmer genutzt.

2. Angaben zu Trassenlängen und KWK Anlagen
Die Fernwärme wird erzeugt in den Erzeugeranlagen
  • Heizkraftwerk,Upstallstraße 9,14772 Brandenburg
  • BHKWU-Nord, Zauchestr. 37, 14770 Brandenburg
Das Fernwärmenetz soll mit folgenden Netzparametern
  • FW-Netztemperaturen110/70 °C – gleitend (entspr. Außentemperatur)
  • Nenn-Druckstufen 16 bar
betrieben werden.

Für die Warmwasserbereitung wird in den Sommermonaten eine Sockeltemperatur von 65° realisiert.

Für das neue Fernwärmnetz werden Haupt- und Verteilleitungen mit einer Länge von ca. 1.400 m (Trassenmeter) in den Dimensionen DN 32 bis DN 150 erdverlegt.

Hausanschlussleitungen werden mit einer Länge von ca. 500 m (Trassenmeter) in den Dimensionen DN 32 bis DN 40erdverlegt. Als Baukomponenten kommen Kunststoffverbundmantelrohre zum Einsatz.

Zur weiteren Senkung der Netzverluste wird der Trassen-Vorlauf in Serie 1 und der Rücklauf Serie 1 ausgeführt.

3. Angaben zu Kunden / Objekte
Nachfolgende Objekte können angeschlossen werden:
Versorgungsobjekt
Leistung in kW
Bemerkung
Klingenbergstraße 1a
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 3
70
Tagesklinik Asklepios
Klingenbergstraße 9
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 11a
45
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 13a
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 14
90
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 15b
45
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 17a
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 20
60
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 28
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 28c
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 34
60
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 38
45
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 44
45
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 54
60
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 58
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 66
60
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 69
130
Schule
Klingenbergstraße 70
30
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 78
60
Wohnbebauung
Klingenbergstraße 81
150
Wohnbebauung
ZF Getriebe GmbH Werk Brandenburg
10.000
Industrie
Summe:
11.160
 
Insgesamt sollen die Industrieanlagen der ZF Getriebe GmbH, Werk Brandenburg sowie weitere 21 Objekte als zu versorgende Kunden angeschlossen werden.

4. Angaben zur Inbetriebnahme
Mit Realisierung des Bauvorhabens soll II. Quartal 2018 begonnen werden. Eine schrittweise Inbetriebnahme der anzuschließenden Objekte ist für den Zeitraum 2018 bis 2020 geplant.
   

Fernwärmeerschließung in der Karl-Marx-Straße und
August-Bebel-Straße

StWB arbeitet ständig daran, Einsparpotenziale für den Energieverbrauch, Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien und schließlich Potenziale für die Minderung klimaschädlicher Emissionen zu ermitteln und zu erschließen.

Mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes trägt StWB wesentlich dazu bei, das mit dem integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt Brandenburg an der Havel verfolgte Gesamtziel der Stadt zu erreichen und eine Verbrauchs- und Emissionsminderung zu bewirken.

Das Land Brandenburg und die Europäische Union gewähren nach Maßgabe der Richtlinie RENplus2014-2020 Zuwendungen für Vorhaben, die entsprechend den Zielvorgaben der Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum - Europa 2020 und der Energiestrategie des Landes Brandenburg zur Senkung der energiebedingten CO2-Emissionen beitragen.

Für die Fernwärmeerschließung in der Karl-Marx-Straße & August-Bebel-Straße hat StWB einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung durch das Land Brandenburg und der Europäischen Union bei der ILB gestellt.

Das neu zu errichtende Fernwärmenetz für das Gebiet Brandenburg Karl-Marx-Straße & August-Bebel-Straße ersetzt die vorhandenen Gasfeuerstätten für Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung in der Wohnbebauung durch den Energieträger Fernwärme.
   
FW
Das neue Fernwärmenetz soll aus dem bestehenden Fernwärmeversorgungsnetz der Umformstation U-Nord gespeist werden, das wiederum aus dem BHKW in der U-Nord gespeist wird.

Das Fernwärmenetz soll mit folgenden Netzparametern betrieben werden:
  • FW-Netztemperaturen110/70 °C – gleitend (entspr. Außentemperatur)
  • Nenndruckstufen 16 bar
Für die Warmwasserbereitung wird in den Sommermonaten eine Sockeltemperatur von 65 °C realisiert.

Als Baukomponenten kommen zur weiteren Verminderung der Wärmeverluste Kunststoffverbundmantelrohre der Serie 3 zum Einsatz.

Mit der Realisierung des Bauvorhabens soll im 3. Quartal 2017 begonnen werden, die Inbetriebnahme der angeschlossenen Objekte erfolgt schrittweise. Die Fertigstellung der Trassen und der Einbau der Hausanschlussstationen sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein.