Strom- und Gas-/Wärmepreisbremsen

Um die Belastung der Energie- und Wärmekunden zu dämpfen, hat die Bundesregierung Ende 2022 Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme beschlossen. Ab 1. März 2023 werden die Entlastungen umgesetzt. Sie gelten dann rückwirkend ab Januar 2023.  Die Preisbremsen funktionieren für Haushalte und kleine Unternehmen wie folgt: Für 80 Prozent des persönlichen prognostizierten Jahresverbrauches (in der Regel beruhend auf den Daten zum Vorjahresverbrauch) wird ein gesetzlich festgelegter Referenzpreis berechnet. Der Staat übernimmt die Differenz zum Preis des aktuellen Tarifs.

Strom

  • ab 40 Cent/kWh (brutto)
  • Für 80% des persönlich prognostizierten Jahresverbrauchs (i.d.R. beruhend auf Daten des Vorjahresverbrauchs)
  • greift ab März 2023
  • gilt rückwirkend ab Januar 2023
  • Laufzeit bis 31.12.2023 (Verlängerungsoption bis 30.04.2024)

Gas

  • ab 12 Cent/kWh (brutto)
  • Für 80% des persönlich prognostizierten Jahresverbrauchs (i.d.R. beruhend auf Daten des Vorjahresverbrauchs)
  • greift ab März 2023
  • gilt rückwirkend ab Januar 2023
  • Laufzeit bis 31.12.2023 (Verlängerungsoption bis 30.04.2024)

Fernwärme

  • ab 9,5 Cent/kWh (brutto)
  • Für 80% des persönlich prognostizierten Jahresverbrauchs (i.d.R. beruhend auf Daten des Vorjahresverbrauchs)
  • greift ab März 2023
  • gilt rückwirkend ab Januar 2023
  • Laufzeit bis 31.12.2023 (Verlängerungsoption bis 30.04.2024)
  • Der Grundpreis fällt nicht unter die Preisbremse und kommt daher hinzu.
  • Wer mehr als die 80 Prozent verbraucht, zahlt für jede weitere Kilowattstunde den vollen Tarif. Wer weniger als 80 Prozent verbraucht, bekommt für jede eingesparte Kilowattstunde den Differenzbetrag zwischen dem vollen, aktuellen Tarif und der Preisbremse erstattet.
  • Sollte Ihr aktueller Arbeitspreis unter der Preisbremse liegen, ändert sich für sie nichts
  • Die Entlastungen werden aus Mitteln des Bundes finanziert.

Geschäftskunden

Die Energiepreisbremse gilt auch für Gewerbekunden.

Strom

Unternehmen unter 30.000 kWh / Jahr
  • 40 ct/kWh (Brutto)
  • erhalten 80 % ihres prognostizierten Jahresverbrauchs zu einem festen Bruttopreis (i.d.R. beruhend auf Daten des Vorjahres)
  • Für Verbräuche oberhalb dieses „Basis-Kontingents“ wird der volle vertraglich vereinbarte Preis fällig.
Unternehmen über 30.000 kWh / Jahr
  • 13 ct/kWh (Netto)
  • erhalten 70 % ihres Stromverbrauchs zu einem festen Nettopreis (i.d.R. beruhend auf Daten des Vorjahres)
  • Steuern, Abgaben und Umlagen fallen zusätzlich an
  • Für jede weitere Kilowattstunde über den 70% gilt der neue, hohe Marktpreis – daher gilt: Energiesparen lohnt sich

Gas und Wärme

Kleine bis mittelständige Unternehmen (unter 1,5 Mio. kWh / Jahr)
  • Gas: 12 ct/kWh (Brutto)
  • Fernwärme: 9,5 ct/kWh (Brutto)
  • erhalten 80 % ihres im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs zu einem festen Bruttopreis
Große Unternehmen (ab 1,5 Mio. kWh / Jahr)
  • Gas: 7 ct/kWh (Netto)
  • erhalten 70 % ihres Gasverbrauchs zu einem festen Nettopreis (Bezogen das im Jahr 2021)
  • Fernwärme: 7 ct/kWh (Netto)
  • erhalten 70 % ihres Verbrauchs zu einem festen Nettopreis (Bezogen auf den Abschlag im September 2022)

Auch für die Industrie sollen die Strompreise begrenzt und damit für viele substanziell gesenkt werden. Grundsätzlich gilt, dass Unternehmen mit einem Stromverbrauch von mehr als 30 000 kWh im Jahr einen Garantiepreis von 13 ct/kWh (netto) für 70 Prozent ihrer bisherigen Verbrauchsmenge erhalten, bezogen auf den Verbrauch im Jahr 2021. Die Entlastung erfolgt unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch, damit sich Gaseinsparungen lohnen.

Energiesparen

Nach wie vor

Die Preise für Energie bleiben trotz der Unterstützung hoch. Energiesparen lohnt sich deshalb doppelt: für den Geldbeutel und für die Umwelt. Machen Sie mit. Gemeinsam schaffen wir mehr. Kennen Sie schon unsere Tipps wie sie effizienter Energie sparen? 

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