Am 26. Oktober 1901 begann für die Stadt Brandenburg an der Havel ein neues Zeitalter: In der Bauhofstraße nahm das erste städtische Elektrizitätswerk den Betrieb auf. Damit setzt die Stadt einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25. Januar 1900 um. Der Auftrag lautete, eine städtische Zentrale für die Abgabe von Elektrizität zu Licht- und Kraftzwecken zu errichten.

Damit betrat die Stadt Neuland. Bis dahin wurde für Beleuchtung ausschließlich Gas genutzt. Nun wurden leistungsstarke Kessel mit Kohle geheizt, um Strom zu erzeugen. Allerdings erzeugte das Kraftwerk Gleichstrom. Ein Fehler: In der Stadt mit 47.000 Einwohnern gab es nur 34 Anschlüsse, auch die Industrie nutzte den Strom kaum, sie nahm täglich gerade mal acht Kilowattstunden ab.

Bereits 1910 war klar: eine Umstellung auf Wechselstrom ist unumgänglich. Da die Stadt die Kosten nicht stemmen wollte, verpachtete sie das Werk im Jahr 1912 für 40 Jahre an die AEG. Ab dem 1. Juli 1912 betrieb die AEG-Tochter „Elektrizitäts-Lieferungs-Gesellschaft Berlin das Werk, das nun unter der Bezeichnung Elektrizitätswerk Brandenburg (H.) AG – EWB – firmierte.

Die nun folgenden Investitionen – es wurden unter anderem zwei Turbo-Drehstrom-Dynamos mit einer Leistung von 2600 Kilowatt angeschafft – machten sich schnell bezahlt. Noch im Jahre 1912 gab es wegen umfangreicher Werbung und günstigen Preisen 550 Abnehmer. 420 Hausanschlüsse sowie 11.592 Leuchten und 321 Motoren wurden angetrieben. Der Verbrauch betrug nun 2.230 Kilowattstunden. Hinzu kam die 1910 auf Strom umgestellte städtische Pferdebahn, und ab November 1916 wurde auch Plaue mit Strom versorgt.

Anfang der 1920er Jahre reichte das E-Werk schon nicht mehr aus. 1924 gab es bereits 6604 Stromabnehmer. Eine Erweiterung wurde wegen der hohen Kosten jedoch verworfen. Stattdessen entschied man sich künftig Strom aus dem Kraftwerk Zschornewitz oder Trattendorf zu beziehen. Dazu wurde 1925 das Umspannwerk am Klingenberg errichtet. Das eigene Elektrizitätswerk kam nun nur noch zu Spitzenzeiten zum Einsatz und ab 1930 hielt man es als Reserve vor. Somit entfiel auch der Antransport von jährlich 50.000 Tonnen Kohle.

1946 wurde das E-Werk Volkseigentum und später vom Energiekombinat Mitte betrieben. Der Kessel arbeitete auf Brikettbasis. Im Oktober 1967 setzte Oberbürgermeister Max Herm dann das Werk symbolisch außer Betrieb. Nach dem Scheitern einer Museumshalbinsel-Idee veräußerte die Stadt im Jahre 2024 die vor allem aus Maschinen- und Heizhaus bestehende Immobilie an den Projektentwickler Florian Grotmann, der derzeit ein Lehrgebäude für die Zahnmedizin an der Medizinischen Hochschule Brandenburg in das einstige Maschinenhaus hinein baut. Am 26. Oktober 1901 begann für die Stadt Brandenburg an der Havel ein neues Zeitalter: In der Bauhofstraße nahm das erste städtische Elektrizitätswerk seinen Betrieb auf. Damit setzte die Stadt einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25. Januar 1900 um. Ziel war es, eine zentrale Anlage zur Versorgung mit Elektrizität für Licht- und Kraftzwecke zu errichten.

Damit betrat die Stadt Neuland. Bis dahin wurde ausschließlich Gas zur Beleuchtung genutzt. Nun sorgten leistungsstarke, mit Kohle befeuerte Kessel für die Stromerzeugung. Allerdings arbeitete das Kraftwerk mit Gleichstrom – eine Entscheidung, die sich bald als Fehler erwies: In der Stadt mit rund 47.000 Einwohnern gab es lediglich 34 Anschlüsse, und auch die Industrie nutzte den Strom kaum. Der tägliche Verbrauch lag bei gerade einmal acht Kilowattstunden.

Bereits 1910 war daher klar: Eine Umstellung auf Wechselstrom war unumgänglich. Da die Stadt die notwendigen Investitionen nicht allein tragen wollte, verpachtete sie das Werk im Jahr 1912 für 40 Jahre an die AEG. Ab dem 1. Juli 1912 betrieb deren Tochtergesellschaft „Elektrizitäts-Lieferungs-Gesellschaft Berlin“ das Werk, das fortan unter dem Namen Elektrizitätswerk Brandenburg (H.) AG (EWB) firmierte.

Die folgenden Investitionen machten sich schnell bezahlt: Unter anderem wurden zwei Turbo-Drehstrom-Dynamos mit einer Leistung von jeweils 2.600 Kilowatt installiert. Noch im selben Jahr stieg die Zahl der Abnehmer – auch dank intensiver Werbung und günstiger Preise – auf 550. Es gab 420 Hausanschlüsse, 11.592 Leuchten und 321 elektrisch betriebene Motoren. Der Stromverbrauch erhöhte sich auf 2.230 Kilowattstunden. Hinzu kam die bereits 1910 elektrifizierte städtische Pferdebahn, und ab November 1916 wurde auch Plaue mit Strom versorgt.

Anfang der 1920er Jahre stieß das Elektrizitätswerk jedoch erneut an seine Grenzen. 1924 zählte man bereits 6.604 Stromabnehmer. Eine Erweiterung wurde aus Kostengründen verworfen. Stattdessen entschied sich die Stadt, Strom aus den Großkraftwerken Zschornewitz und Trattendorf zu beziehen. Zu diesem Zweck wurde 1925 das Umspannwerk am Klingenberg errichtet. Das eigene Werk kam fortan nur noch zur Abdeckung von Spitzenlasten zum Einsatz und wurde ab 1930 als Reserve vorgehalten. Der aufwendige Transport von jährlich rund 50.000 Tonnen Kohle entfiel damit.

1946 wurde das Elektrizitätswerk in Volkseigentum überführt und später vom Energiekombinat Mitte betrieben. Der Kessel arbeitete nun auf Brikettbasis. Im Oktober 1967 setzte Oberbürgermeister Max Herm das Werk schließlich symbolisch außer Betrieb.

Nach dem Scheitern einer Nutzung als Museumshalbinsel veräußerte die Stadt das Gelände im Jahr 2024 an den Projektentwickler Florian Grotmann. Derzeit entsteht im historischen Maschinenhaus ein Lehrgebäude für Zahnmedizin der Medizinischen Hochschule Brandenburg – ein Ort, an dem sich Geschichte und Zukunft auf besondere Weise verbinden.

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